Geschichte im Detail
1984 – 1989:

Mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ 1988 konnten erste Lkw-Ladungen mit Bibeln in die damalige Sowjetunion gebracht werden.
Die Arbeit der SEV (Slawischen Evangeliums Vereinigung) umfasste u.a.:
Druck von Bibeln, Neuen Testamenten und christlicher Literatur in russischer Sprache
Transport dieser Literatur in die Länder der ehemaligen Sowjetunion
Die Grenzen zur damaligen Sowjetunion waren geschlossen, eine freie Verbreitung der Schrift war nicht möglich.
„Diese Bibeln sind illegal in unserem Land. Sie sind hier nicht willkommen. Unser Volk hat eine eigene Religion. Wir wollen eure Bibeln nicht.“ Mit diesen Worten beschlagnahmte ein sowjetischer Grenzpolizist Bibeln eines Reisenden, der sie in der UdSSR an Christen weitergeben wollte. Diese warteten zum Teil schon Jahre auf eine Bibel.
Christliche Literatur wurde auf verschiedenen Wegen in die Sowjetunion geschmuggelt (auf Schiffen, mit Pkws).
Auch über Radioprogramme erreichte Gottes Wort die Menschen.
Produktion von Audiokassetten mit Aufzeichnungen von Schriftlesungen, Predigten und Kinderpgrogrammen.
Mit der Entwicklung der Videoarbeit wurde begonnen. In Zusammenarbeit mit dem Moody Bible Institute, Chicago, wurden 14 Filme in russischer Sprache produziert.
1989 – 1994:

Beginn der 90er Jahre: offene Grenzen! Bibeln und Hilfsgüter werden tonnenweise in die Sowjetunion geliefert, auch mit dem damals größten Transportflugzeug der Welt, der „Antonow“.
Die Politik der „Perestrojka“ bringt ungeahnte Veränderungen.
1988: „Die Türen stehen offen. Wir können den Menschen in der UdSSR das Brot des Lebens – die Bibel – schenken und den Hunger der Bevölkerung wenigstens teilweise stillen. Sie sind uns sehr dankbar dafür. Gott erhalte diese Zeiten“ (Wille und Weg Nov./Dez.1988)
20.000 Bibeln wurden mit einem ersten Lkw-Transport nach Moskau geliefert!
50 Container mit fast 50.000 Literatur-Paketen wurden in die UdSSR geschickt.
In tausenden Briefen (allein im Herbst 1988 1.400 Briefe!) bedanken sich die Menschen für die erhaltenen Bücher.
Bei einem Bibel-Transport schenkten Brüder der SEV vier Grenzbeamten eine Bibel. Ein Grenzer sagte:
„Ich hatte nie die Möglichkeit, eine Bibel zu lesen, jetzt aber werde ich sie durchlesen.“
Die Verbreitung von Gottes Wort ist nun in großem Umfang möglich. Mehrmals wird ein Flugzeug vom Typ „Antonow“ für Transporte von Bibeln und Hilfsgütern genutzt. Auch Schiffe und Güterzüge bringen Bibeln und christliche Schriften in die ehemalige Sowjetunion.
Beginn des Dienstes in Gefängnissen, zunächst in Russland, später auch in anderen Ländern.
1994 – 1999:

1998: Entwicklung des Dienstes unter Gefangenen und Drogenabhängigen in Omsk, Sibirien. Das erste Rehabilitationszentrum entsteht.
Unterstützung von Missionaren beginnt
Hilfe beim Bau, Umbau und Kauf von Gebetshäusern für Gemeinden.
Entwicklung der Fern-Bibelschule (1992 gegründet). Studienabteilungen entstehen in Almaty, Omsk, Kiew, Moskau und Minsk.
Tausende Lebensmittelpäckchen werden mit Lkws und Containern in die ehemalige Sowjetunion geliefert.
1995: Beginn des Dienstes unter Leprakranken in Kasachstan. Allein im Sommer 1995 werden 80 Tonnen Hilfsgüter in das Gebiet von Kzyl-Orda geliefert.
1995: Evangelisationseinsätze und humanitäre Hilfslieferungen im Gebiet Naltschik / Grosny (Kaukasus) während des Krieges in Tschetschenien.
1996: Start des Projekts „Kinder in Not“. Beginn umfassender Hilfsleistungen für Kinderheime in Moldawien, Weißrussland, in der Ukraine und in Russland.
1997: Start des Projekts: „Hoffnung für Tadschikistan“.
1998: Start des Kinderpatenschaftsprojekts
1998: Hilfsaktionen für „Menschen vom Müll“ in Kasachstan.
1998: Entwicklung des Dienstes unter Drogenabhängigen in Omsk, Sibirien. Das erste Rehabilitationszentrum entsteht.
1999 – 2004:

Weiterentwicklung der Fern-Bibelschule. Die Übersetzung von Lehrbüchern in Sprachen Zentralasiens beginnt.
1999: Start des Projekts „Sternstunden“ für alte Menschen, Kinder, Gefangene und Familien in Not.
Entwicklung des Projekts „Christliche Sommerfreizeiten“.
Projekt „Evangelium für ganz Kasachstan“: eine breite Evangelisationsbewegung in Zentralasien beginnt.
Ausbau des Kinderpatenschaftsprojekts
Hilfe bei der Gemeindegründung in der ehemaligen Sowjetunion.
Weiterentwicklung des Dienstes unter Drogenabhängigen. Ein Seelsorgetelefon für Betroffene und Hilfesuchende wird in Omsk eingerichtet.
Projekt: „Fern-Bibelschule“: die Übersetzung der ersten Lehrbücher in Sprachen von Völkern Zentralasiens wird angestrebt.
2002: Beginn einer intensiven missionarischen Tätigkeit unter den Völkern des hohen Nordens (Nenzen, Chanten, Mansen und Komi)
2002: Start des Weihnachtspäckchen-Projekts. Missionsfreunde aus Deutschland und der Schweiz packen Päckchen für Kinder in der ehemaligen Sowjet-union.
2003: Projekt „Zentralasien – 300“ – im Ergebnis entstehen über 400 neue Gemeinden und Gruppen in Ländern Zentralasiens.
2004 – 2009:

Mit dem Projekt 1:10 wurden über 500.000 Menschen mit dem Evangelium erreicht.
Besonders in Zentralasien stellen neue Gesetzentwürfe eine Gefahr für die Glaubens- und Religionsfreiheit dar.
Hilfe für die Jüngerschaftsarbeit der Gemeinden durch Bibelstudium in Kleingruppen und Hauskreisen.
1.9.2004: Fern-Bibelschule in Russisch nun auch für Studenten aus Europa.
2005: Evangelisationen und Hilfslieferungen in Beslan (nach dem Terroranschlag auf die Schule Nr. 1 in Beslan)
2006: umfangreiche Hilfsaktionen für das Kinderheim Tschorbog (Tadschikistan) nach Brandkatastrophe. Ein neues Heim wird eingerichtet und versorgt.
2006: Unterstützung des Evangelisationsprojekts 1+1 in Kasachstan (Gemeindegründung und persönliche Evangelisation)
2006: Projekt „Zentralrussland“. Evangelisationen in den Gebieten Tula und Woronesch.
2007: Start des Projekts: 1:10 – 350,000 Menschen werden durch persönliche Evangelisation mit dem Evangelium erreicht.
2008: Hilfe für Flutopfer in Moldawien
2008: Hilfe für Flüchtlinge in Ossetien
2009:
Die Bibel-Mission dient in neun von 15 ehemaligen Sowjetrepubliken (Russland, Weißrussland, Moldawien, Ukraine, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan).
Insgesamt werden 131 Mitarbeiter und Missionare unterstützt.
5 Rehabilitationszentren für Drogenabhängige werden in Sibirien und Tadschikistan unterstützt.
Hilfe beim Bau / Kauf von Gebetshäusern und bei der Gründung von Gemeinden.
Mit dem Projekt 1:10 wurden über 500.000 Menschen mit dem Evangelium erreicht. 50.000 Gläubige aus 1.400 Gemeinden beteiligten sich am Projekt. Über 3 Mio. evangelistische Kalender und Broschüren wurden dafür gedruckt.
Die Fern-Bibelschule (FBS) bietet 35 Kurse in Russisch, davon 7 Kurse auch in Sprachen Zentralasiens. Fast 5000 Studenten lernen an der FBS. In europäischen Ländern studieren über 200 Studenten.
8000 Kinder freuten sich über ein Weihnachtspäckchen.
Über 3000 Kinder werden über das Patenschaftsprojekt betreut, mehrere Kinderheime werden unterstützt.
Die Bibel-Mission arbeitet mit 1000 Gemeinden und 11 Missionswerken zusammen.
Hier finden Sie mehr Bilder und Informationen zur Geschichte der BM:
Flyer Geschichte
