Andrej und Elvira Dück sind in Kirgistan aufgewachsen und dienen seit 2006 als Missionare in der Hauptstadt Bischkek. Andrej leitet die Gemeinde „Jesus – Retter der Welt“. Andrej und Elvira haben fünf Kinder. Als Familie lassen sie sich von Gott führen und gebrauchen, um Menschen in Kirgistan mit dem Evangelium zu erreichen.

Andrej und Elvira Dück sind in Kirgistan aufgewachsen und dienen seit 2006 als Missionare in der Hauptstadt Bischkek. Andrej leitet die Gemeinde „Jesus – Retter der Welt“. Andrej und Elvira haben fünf Kinder. Als Familie lassen sie sich von Gott führen und gebrauchen, um Menschen in Kirgistan mit dem Evangelium zu erreichen.
Unser Stadtviertel in Bischkek liegt gleich hinter der Textilfabrik. Dort, wo viele Muslime leben, und die Gastarbeiter aus dem Süden Kirgistans, die in der Hauptstadt nach Arbeit suchen. Gott hat uns an diesen Ort geführt, und Er hat uns hier ein Zuhause geschenkt. Es ist uns wichtig, Kontakte zu den Menschen aufzubauen, mit denen wir den Alltag im Dunst der Textilfabrik und auf den staubigen Straßen teilen.
Oft besuchen meine Frau und unsere Kinder Familien in der Umgebung und nutzen die Gelegenheit, um ihnen die Bibelgeschichten für die ganze Familie zu schenken. Jedes Kind freut sich über ein solches Buch, allein wegen der wunderschönen Illustrationen, und oft beobachten wir, wie die Kleinen ihre muslimischen Eltern überreden, ihnen zu erlauben, das Buch zu behalten. Dennoch müssen die Kinder häufig die Bibelgeschichten zurückgeben. Doch Gott findet wunderbare Wege …
Vor etwa einem Jahr zog eine junge Familie in unsere Nachbarschaft. Die Frau, Angehörige der Roma, war noch sehr jung und hatte bereits sechs Kinder. Mit dem siebten war sie schwanger. Eine sehr arme Familie. Noch im November waren die Kinder völlig unzureichend gekleidet. Unsere Töchter Emmi und Evelin versuchten, Kontakt zu ihnen aufzubauen und ihnen die Bibelgeschichten zu schenken. Doch eines der Mädchen von nebenan sagte, es könne nicht lesen. „Deine Mama kann dir doch aus dem Buch vorlesen“, schlugen unsere Töchter vor. Aber wir erfuhren, dass auch die Mutter Analphabetin ist.
Emmi und Evelin gaben nicht auf. Es musste einen Weg geben, ihnen die Bibelgeschichten zugänglich zu machen! Da überraschte uns Evelin mit der Idee: „Wir können den Kindern von nebenan doch Lesen beibringen! Dürfen wir?“ Als Nächstes musste ein Ort für die „Schule“ gefunden werden. Die Mädchen entschieden: „Der Hühnerstall!“ Tatsächlich hatten wir einen super Hühnerstall auf dem Hof gebaut, hatten dann aber die Hühner schlachten müssen, weil es zu viele Ratten in der Gegend gab. Unsere Kinder hatten ihr Projekt entdeckt und ihr Missionsfeld gefunden! Eifrig renovierten sie den Stall, tapezierten und strichen sogar die Wände, fanden ein Whiteboard als Tafel.
Dass Gott unseren Kindern so viel Hingabe ins Herz legte, ihnen Liebe für die Nachbarskinder schenkte, ihren Blick darauf ausrichtete, einen Schritt weiterzudenken und nicht aufzugeben, das war für uns als Familie ein God’s Moment! Wahrscheinlich ist es die winzigste Schule Kirgistans: 1,5 × 2 Meter. Zwei kleine Lehrerinnen und bisher zwei kleine Schülerinnen. Ob sie hier Lesen und Schreiben lernen, wissen wir nicht. Aber eines erfüllt uns mit Freude und Dankbarkeit: dass Gott Wege findet und Kinder gebrauchen kann, damit unsere Nachbarn von Jesus erfahren. Von der Hoffnung, die uns trägt. Von dem Gott, der auch ihr Leben verändern kann.
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