Es sind die Jahre eines erstarkenden Islam, als Ravshan 1994 im Gebiet Naryn (Kirgisistan) zur Welt kommt. Als er fünf Jahre alt ist, kommen seine Eltern zum Glauben an Jesus Christus. Die Großfamilie ist entsetzt und verstößt sie aus der Familie. „Du bist eine Schande für die Familie“, sagten die Verwandten zu Ravshans Vater, „du bist nicht mehr unser Sohn!“ Bald entsteht ein Hauskreis, der sich bei Ravshans Eltern trifft...
Ausgrenzung, Ablehnung und Gewalt – das sind Ravshans Kindheitserinnerungen. Weil seine Eltern an Jesus Christus glauben, sind sie und ihre sechs Kinder in der stark islamischen Dorfgemeinschaft verhasst. Dreimal wechseln Ravshan und sein Bruder die Schule. Doch es ändert sich wenig an der täglichen Verachtung und Gewalt. Der junge Ravshan kämpft mit der Frage nach dem Warum, doch sie bleibt zunächst unbeantwortet – bis er selbst Jesus Christus begegnet und eine tiefe Beziehung zu Gott entsteht. So tief, dass Ravshan bereit ist, dem Ruf Gottes zu folgen: diene deinem Volk! Diene dem Volk, das dich verfolgt!
Es sind die Jahre eines erstarkenden Islam, als Ravshan 1994 im Gebiet Naryn (Kirgisistan) zur Welt kommt. Als er fünf Jahre alt ist, kommen seine Eltern zum Glauben an Jesus Christus. Die Großfamilie ist entsetzt und verstößt sie aus der Familie. „Du bist eine Schande für die Familie“, sagten die Verwandten zu Ravshans Vater, „du bist nicht mehr unser Sohn!“
Bald entsteht ein Hauskreis, der sich bei Ravshans Eltern trifft. Eine Handvoll Christen, von der Bevölkerung des Dorfes gehasst und als Verräter am traditionellen Glauben verachtet. 2009 trifft Ravshan die Entscheidung, Jesus nachzufolgen. 2010 wird er getauft. Es folgt ein Bibelstudium in Kirgisistan und in Moldawien. 2023 wird er in der Gemeinde Syjuu („Liebe“) in Bischkek zum Pastorendienst geweiht. Eines seiner Herzensprojekte ist der Dienst unter Studenten in der Coffee Zone, die der Gemeinde angegliedert ist und junge Menschen mit der Botschaft des Evangeliums erreicht. Seit 2021 dient Ravshan bei der Bibel-Mission. 2025 wird er zum Leiter des Dienstes der BM in Kirgisistan eingesetzt.
Ravshan, du bist in einer Familie von Christen aufgewachsen, aber wie bist du persönlich Jesus begegnet?
Als Teenager habe ich mich oft gefragt, warum unsere Familie so viel erleiden muss. Eine schlimme Erinnerung ist der Tod meines Cousins. Wir waren im gleichen Alter, und er verstarb 2008 an einem Herzfehler. Seine Eltern (mein Onkel und meine Tante) waren Christen, und die Muslime aus dem Dorf erlaubten ihnen nicht, ihren Sohn zu beerdigen. Es war furchtbar für die Eltern, ihr Kind nicht begraben zu können. Nach einem tagelangen Hin und Her wurde ihr Sohn 45 km entfernt in einem anderen Ort beerdigt. Ich fragte mich, warum Gott das alles zuließ. In einer Jugendfreizeit erhielt ich die Antwort. Ich war damals 15 Jahre alt, und ich erinnere mich an eine Predigt zu der Frage: Adam, wo bist du? Wusste Gott nicht, wo Adam war? Natürlich wusste Er es. Doch Er wollte, dass Adam selbst antwortet. Plötzlich verstand ich, dass Gott auch mich fragte: Wo bist du? Jetzt war ich dran. Er wartete auf meine Antwort. Ich sagte: „Ja, Herr, hier bin ich, ich möchte dich als Retter annehmen!“ Es war der 7. August 2009, und es änderte alles! Was an Schwerem geschehen war, konnte ich als Gottes Weg für mich annehmen. Es war mein Weg der Nachfolge, und ich wollte Gott treu sein.
Wie hast du Gottes Ruf für dein Leben verstanden?
Mit 16 Jahren wurde ich getauft, und nach der 9. Klasse wollte ich sofort zu einer Bibelschule gehen, doch ich war zu jung. Nach der 11. Klasse absolvierte ich ein Jahr an der Bibelschule, aber ich wollte mehr wissen, und so folgte ein dreijähriges Bibelstudium in Moldawien. Nach dem Abschluss betete ich: „Gott, wo willst du mich gebrauchen?“ Es war eine Zeit voller Möglichkeiten und Anfragen aus verschiedenen Ländern wie der Türkei, dem Libanon, aus Jordanien oder dem Nahen Osten. Doch tief in meiner Seele wusste ich, dass der Herr zu mir sprach. Er sagte: Diene deinem Volk, dem Volk, das dich verfolgt. Ich kehrte nach Kirgisistan zurück und war 2016 an der Gründung der Gemeinde Syjuu beteiligt, die ich seit 3 Jahren als Pastor leiten darf.
Dein Dienst bei der Bibel-Mission (BM) begann im Projekt Fern-Bibelschule?
Ja, das war mein erster Arbeitsbereich. Ich hatte die FBS-Kurse selbst in Kirgisisch absolviert, deshalb war ich von den Kursen überzeugt. Sie vermitteln eine gesunde Lehre, sind verständlich und zugänglich, besonders für Menschen, die neu im Glauben sind. Seit 2025 ist unsere Mitarbeiterin Aisuluu im Projekt Fern-Bibelschule tätig.
Die BM dient mit, für und durch Gemeinden. Inwiefern hilft das den Gemeinden Kirgisistans?
Der Fokus unseres Dienstes liegt nicht nur auf den Gemeinden in den Städten, sondern vor allem auf den kleinen Gemeinden in den Regionen. Dort, wo es noch keine Gebetshäuser gibt, sondern Kleingruppen. Dort, wo die Christen besonders verfolgt werden. Wir wollen sie ermutigen und für ihren Dienst ausrüsten, damit sie Beziehungen aufbauen (in unserer Kultur ist das wichtig) und Familien mit Gottes Wort erreichen können. Ressourcen wie Weihnachtspäckchen, Bibeln und Bibelgeschichten, Kinderpatenschaften oder Sommerfreizeiten sind Werkzeuge, die unsere Gemeinden dafür nutzen können.
Was ist die größte Not deines Heimatlandes?
Da gibt es viele Nöte. Ganz klar: die Erweckung des kirgisischen Volkes. Dass die Menschen unseres Landes zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Der Islam erstarkt. Wenn es 1991 noch 39 Moscheen in unserem Land gab, waren es 2024 schon 3.593 (und das sind nur die offi ziell vom Staat anerkannten Moscheen). Aufgrund der starken Emigration haben auch viele Christen das Land verlassen. Unsere Gemeinden brauchen Diener, vor allem junge Diener. Es ist wichtig, dass wir Leiter künftiger Generationen heranziehen. Aber es gibt nicht nur Nöte in Kirgisistan, sondern auch Möglichkeiten! Gott wirkt, und dafür gebührt Ihm die Ehre!
Magst du ein Beispiel von Gottes Wirken erzählen?
Letztes Jahr, als ich während des Gottesdienstes predigte, sah ich eine Frau in die Gemeinde kommen. Sie trug den Hidschab (islam. Kopftuch). Mein erster Gedanke war: das geschieht nicht einfach so, Gott führt sie hierher. Nach dem Gottesdienst unterhielten wir uns. Sie suchte nach Gott, und sie hatte so viele Fragen. Doch weder Mullahs noch Imame hatten ihr Antworten geben können, und es war zu spüren, dass sie den Islam einfach satthatte. In der Gemeinde fand sie Antworten, sie kam wieder und bekehrte sich zu Jesus Christus. Nach einiger Zeit legte sie den Schleier ab. Ihre ganze Familie setzte sie unter Druck und wollte sie zur Umkehr zum Islam bewegen. Sie blieb standhaft. Doch dann gab es eines Tages auf ihrem Heimweg den Versuch einer Vergewaltigung. Der Herr bewahrte sie, doch dieses Ereignis hat sie aus der Bahn geworfen. Sie ist seit längerem nicht in der Gemeinde gewesen, und sie braucht unser Gebet. Ich kann ihren Namen nicht nennen, aber ich bitte auch Sie, für sie zu beten.
Für welche Anliegen können wir noch beten?
Ein Anliegen, für das ich persönlich oft bete, ist, dass die Menschen in Kirgisistan genug vom Islam haben, dass sie dessen wahres Wesen erkennen und sich auf die Suche nach dem lebendigen Gott machen. Wer Ihn sucht, wird Ihn fi nden. Beten Sie, dass Menschen zu Christus kommen! Beten Sie für die Christen in unserem Land! Die meisten von ihnen erleben Ausgrenzung und Verfolgung. Beten Sie um Gottes Schutz, und dass Er sie als Zeugnis für andere Menschen gebraucht.
Danke, dass Sie auch für das Team der BM in Kirgisistan beten – und für unsere Familie. Eingangs habe ich viel von unserer Familie erzählt, und es ist Gottes großes Wunder und Gottes große Gnade, dass heute 47 Personen unserer Großfamilie mit Gott unterwegs sind. Ihm gebührt die Ehre dafür!
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