Für Nazira aus Kirgistan sind das nicht nur Worte. Es ist der Beginn von Veränderung. Die muslimische Witwe lebt mit ihrer Tochter und ihren Enkeln in einer Baracke. Der Schwiegersohn hat die Familie verlassen. Es fehlt der Vater der Kinder, es fehlt der Ernährer. Wenn die Familie einen Kühlschrank hätte, wäre er leer.
Nicht einmal der Schnee kann das Elend auf Naziras Hof zudecken. Im frischen Weiß sehen die Baracken noch schwärzer aus, und die Bretter vor dem Eingang bieten nur wenig Schutz vor dem Wind. Den Familien, die hier leben, ist kaum mehr als ein Dach über dem Kopf geblieben. Sie sind wie Gestrandete in diesem traurigen Vorort von Bischkek (Kirgistan). Ihre Geschichten erzählen von Verlust, von Armut und Zerbruch. Geschichten wie die von Nazira, der freundlichen Muslimin, die uns bereits erwartet.
Gemeinsam mit Pastor Aybek und seiner Frau, die sich um die Witwe kümmern, treten wir in die Enge von zwei Zimmern für fünf Personen: Nazira, ihre drei Enkel und ihre Tochter Aigul, die bis in die Nacht arbeitet, um die Miete. zahlen zu können. Nazira hat den „Tisch“ auf dem Boden gedeckt, es gibt Tee, und sie erzählt. Von ihrem Mann, der an Krebs starb. Von ihrem Schwiegersohn, dem Mann ihrer Tochter Aigul, der die Familie plötzlich verließ und den ältesten Sohn einfach mitnahm. Davon, dass er für die anderen drei Kinder keinen Unterhalt zahlt. Von ihrem linken Arm, den sie nach einem Schlaganfall kaum bewegen kann. Davon, dass es in der Baracke kein Bad und keine Kanalisation gibt, dass sie mit Kohle heizen – und davon, dass die Gemeinde der Christen sie mit Kohle versorgt, damit sie in der Baracke nicht erfrieren.
Lächelnd sagt sie, dass Pastor Aybek und seine Frau oft Hilfe bringen, vor allem im Winter, und dass sie jedes Mal von Jesus erzählen. Aus dem Lächeln wird ein Leuchten, als sie weiterspricht: „Wir waren sogar schon einmal in weiterspricht: „Wir waren sogar schon einmal inder Gemeinde. Es war einer der wenigen Sonntage, an denen meine Tochter nicht arbeiten musste, und sie hatte den Wunsch, zum Gottesdienst zu gehen. Pastor Aybek schenkte uns eine Bibel in Kirgisisch, und obwohl Aigul spät von der Arbeit nach Hause kommt, sehe ich oft, wie sie nachts darin liest. Auch in mir verändert Gott vieles. Wenn mein Schwiegersohn mit uns stritt und uns beschimpfte, dachte ich daran, dass ich solche Worte nicht erwidern darf. Deshalb habe ich geschwiegen und ihm vergeben.“
Staunend über Gottes Wirken in dieser muslimischen Familie frage ich Nazira nach ihrem größten Anliegen. „Mein Arm“, sagt sie. „Ich wünschte, ich könnte ihn besser bewegen und arbeiten gehen.“ – „Wollen wir Jesus gemeinsam darum bitten?“, schlage ich vor. Nazira will. Während ich bete, steht sie neben mir und hält sich an meinem Arm fest. In diesem Moment weiß ich, dass sie sich an Jesus klammert, dass ihr Herz nach Ihm sucht, dass sie nicht fern von Ihm ist.
Später, als sie und die Enkel uns auf den Hof begleiten, bin ich dankbar dafür, dass in das Elend der Baracken Hoffnung eingezogen ist. Hoffnung auf den lebendigen Gott, der hier zu wirken begonnen hat – und der Sein Werk vollenden wird!
Um den Winter zu überstehen, brauchen Witwen, Alleinstehende und ihre Kinder vor allem Lebensmittel, Kohle und Holz.
Beate P. BM-Niedernberg
Bitte helfen Sie mit, damit Hunger und Kälte keine Chance haben!
Versorgen Sie Witwen und ihre Kinder:
Mit Lebensmitteln:
40 € – Lebensmittel für einen Monat
120 € – Lebensmittel für drei Monate
Mit Wärme:
60 € – Kohle / Holz für einen Monat
180 € – Kohle / Holz für drei Monate
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