Zeugnisse

Weil es einen Unterschied macht

Danke, dass Sie den KIPA-Dienst ermöglichen! Ihr Gebet und Ihre Hilfe rüstet Christen aus, damit sie die Kinder persönlich betreuen können. Sie bringen ihnen regelmäßig Hilfsgüter, und sie legen Gottes Liebe und Sein Wort in die Herzen von Kindern und Familien. Deshalb macht Ihre Hilfe einen Unterschied!

Kinderpatenschaften
Kirgisistan
18.9.2026

„In Kirgistan gibt es so viel Not – und so viele Menschen, die Gott brauchen.“ Oksana weiß, wovon sie spricht. Täglich wird sie mit dem Leid in Familien konfrontiert, die zu arm sind, um ihre Kinder zu versorgen. Väter und Mütter, die alkoholabhängig sind oder kriminell werden. Großeltern, denen Kinder überlassen werden und die weder Kraft noch Mittel haben, um sie großzuziehen. Die Not hat viele Gesichter, und kein Kind kann ihre Last tragen. Es sind diese Kinder, für die Oksanas Herz brennt. Seit 2021 dient die 30-Jährige im Projekt Kinderpatenschaften. 98 Kinder werden aktuell in Kirgistan betreut. Fast 100 Problemfamilien. Aber auch 100-mal Hilfe, die Hoffnung bringt – und die einen Unterschied macht, wenn Kinder und Familien von Jesus Christus erfahren.

Das Dorf Manas im Norden Kirgistans. Hier lebt Gulnara, Großmutter von inzwischen einem Dutzend Enkelkindern. Gulnara ist noch relativ jung. Mehrere Töchter hat sie großgezogen, die alle Familien gegründet haben. Doch es sind Familien, die zerbrechen, und die Kinder wurden einfach Gulnara überlassen. Einige Töchter leben noch bei ihr, die anderen sind fortgegangen. Jedes weitere Kind, das geboren wird, bringen sie zu Gulnara. In ihrer Verzweiflung mietet sie ein altes Haus mit zwei Zimmern, in denen derzeit 10 Personen leben. Sanitäre Einrichtungen gibt es im Haus nicht. Gulnaras Rente reicht bei weitem nicht, um alle zu versorgen. Die Lage ist desaströs.

Es war die kleine Gemeinde vor Ort, der diese Not auffiel und die nicht an ihr vorüberging. Die Gläubigen wollen Familien in ihrem Dorf helfen und sie dadurch mit dem Evangelium erreichen. Das Projekt Kinderpatenschaften (KIPA-Projekt, wie es in allen Ländern unseres Missionsfeldes liebevoll genannt wird) rüstet sie für diesen Dienst aus, und so konnte in Manas ein weiterer von insgesamt fünf Standorten des Projekts in Kirgistan entstehen. Die Christen von Manas starteten mit der Betreuung der ersten Familie – Gulnaras Enkelkindern. Alle konnten ins Projekt aufgenommen werden. Jeden Monat erhalten sie dringend benötigte Hilfe (vor allem Lebensmittel und Kleidung) durch die ehrenamtlichen Helfer der Gemeinde, die den Kontakt zu Gulnara pflegen.

Diese persönliche Betreuung verdeutlicht ein Prinzip, das das Projekt Kinderpatenschaften ausmacht: die Hilfe kommt durch die Gemeinden vor Ort zu den Familien, durch Gläubige, die Familien in Not betreuen. Nur so kann eine vertrauensvolle Beziehung und eine Verbindung zur Gemeinde entstehen. Oksana weiß, dass dies ein langer Weg ist, der Monate und Jahre dauern kann. Doch sie sieht auch, wie Gott in den Familien wirkt. „Ein Beispiel dafür ist die Familie von Nikita. Ich kenne ihn schon lange, er wird seit Jahren über das KIPA-Projekt versorgt. Sein Vater war Alkoholiker, und er verleitete auch Nikitas Mama zum Trinken. Jahrelang lebte die Familie von der Rente der Großmutter. Vor einigen Jahren verstarb sie, und auch Nikitas Vater starb. Die Mutter will vom Alkohol loskommen, versucht Arbeit zu fi nden, aber die Lage ist schwierig. Die Unterstützung durch das KIPA-Projekt ist eine enorme Hilfe. Nikita war ein sehr verschlossenes Kind, er hatte kaum Freunde, und wir haben jahrelang in die Beziehung zu dieser Familie investiert. Heute ist Nikita sehr offen, er hat an der Sommerfreizeit der Gemeinde teilgenommen, und er kommt regelmäßig zu den Gottesdiensten, gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Mama.“

Ein weiterer KIPA-Standpunkt entsteht in Naryn, der alten Handelsstadt im zentralen Hochland Kirgistans. Die ersten Kinder wurden ins Projekt aufgenommen. Es sind die vier Kinder von Shaira, einer Kirgisin, deren Mann die Familie verlassen hat und dann damit gedroht hat, sie aus dem Haus zu werfen, denn das Haus gehöre ihm. Shaira ist verzweifelt. Sie kann nur Gelegenheitsjobs finden, aber sie braucht dringend ein Einkommen. Einer ihrer Söhne leidet an einer schweren Form von Autismus. Behandlungen gäbe es – wenn überhaupt – nur in der Hauptstadt, und Shaira könnte sich nicht einmal die Fahrtkosten leisten. Nuriya, eine gläubige Kirgisin aus der Gemeinde Naryn, hat diese Not gesehen und Gottes Ruf gehört, solchen Familien zu helfen. Als KIPA-Betreuerin wird sie sich um Shaira und ihre Kinder kümmern. Doch Nuriya weiß auch um die Herausforderungen in diesem Dienst, gerade in Naryn, einem Zentrum des radikalen Islam. Es ist schwierig, in Familien von Christus zu erzählen, denn die Menschen haben Angst, dass sie für den Kontakt mit Christen geächtet und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Nuriya ist bereit, den wichtigen KIPA-Dienst in Naryn zu beginnen, doch sie braucht unser Gebet – und mit ihr alle ehrenamtlichen Betreuer im KIPA-Projekt in Kirgistan und 10 weiteren Ländern unseres Missionsfeldes.

„Deshalb sind regelmäßige Treff en der KIPA-Betreuer so wichtig“, erklärt Oksana. „Der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Ermutigung, vor allem das Gebet füreinander – das schafft den geistlichen Rückhalt, den die KIPA-Betreuer brauchen. Gott wirkt durch die Herzen dieser Diener, die bereit sind, Not zu sehen und zu helfen. Jedem von ihnen danke ich aus tiefstem Herzen für ihren Dienst, für ihre Treue und für die Bereitschaft, Kindern und Familien beizustehen, die Hilfe brauchen.“

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